Texte auf Flare

“Werke 80-08″: Unheimlich Gursky

13.4.2009 · · Kommentar?

Preise, Perspektiven, Größen, Details – in jeder Kategorie sind die Fotos von Andreas Gursky Superlative, die einen schwindelig werden lassen. Jetzt ist ein Bildband erschienen, der seine Arbeiten von den achtziger Jahren bis heute zeigt. Es ist ein Buch, das geschickt verführt. Und obwohl es ein großartiges Werk ist, wird man das Gefühl nicht los, das hier irgendetwas nicht stimmt.

© Andreas Gursky

© Andreas Gursky

5×2 Meter für eine Millionen Euro. Bei den Bildern von Andreas Gursky geht es immer auch um Superlative. „99 Cent“ (1999), ein Bild, das unzählige Artikel in einem Supermarkt zeigt, eine moderne Ikone, Inbegriff einer Überflussgesellschaft, brachte bei Sothebys 2,25 Millionen Dollar. Nie wurde bis dahin mehr für ein Foto bezahlt. Ein Jahr später, 2007, ging „99 Cent II“ (2001) für 3,35 Millionen Dollar weg. Riesige Bilder mit einer wahnwitzigen Auflösung, damit wurde Gursky zum umjubelten „Superstar der globalen Fotokunst“ (Frank Nicolaus). Auf seinen Fotos tummeln sich oft Hunderte Menschen, jeder einzelne ist klar zu erkennen. Große, teure Bilder mit vielen Details.

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Robert Lebeck. Fotografien 1955-2005

14.3.2009 · · Kommentar?

Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 23. März – umso dringender möchten wir euch den Besuch ans Herz legen: Der Martin-Gropius-Bau in Berlin zeigt eine ebenso umfassende wie umwerfende Schau der Bilder des deutschen Reportage-Fotografen Robert Lebeck.

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Putin und der Pinguin: Die fünf besten World-Press-Photo-Interviews 07/08

22.1.2009 · · 3 Kommentare

Screenshot; ©Bild im Bild: Brent Stirton, South Africa, Reportage by Getty Images for Newsweek

Es ist einer der bedeutendsten Fotopreise überhaupt: Beim World Press Photo Award werden Mitte Februar die besten Pressefotos der Welt ausgezeichnet. Die Sieger erzählen die Geschichten ihrer Bilder danach im Videointerview. Flare zeigt in einer Top-Fünf, welche Interviews aus 2007 und 2008 du gesehen haben musst.

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Der Wunsch des James Nachtwey

4.10.2008 · · 2 Kommentare

Wer einen TED-Prize gewinnt, darf sich etwas wünschen. Die TED-Organisation – die sich Ideen verschrieben hat, die diese Welt ein Stück weit besser machen – hilft dem Sieger dann, seinen Wunsch zu erfüllen.

Als der Kriegsfotograf James Nachtwey den Preis 2007 gewann, beendete er seine Rede mit dem Wunsch: „There is a vital story that needs to be told. I wish for TED to help me gain access to it and then help me come up with innovative and exciting ways to use news photography in the digital era.“ Worum sich diese lebenswichtige Geschichte dreht, verriet er damals noch nicht.

Doch nun geht Nachtweys Wunsch in Erfüllung: Das „Time Magazine“ wird seine Geschichte auf acht Seiten drucken, in London wird es eine Ausstellung dazu geben. Und zu Anfang zeigt eine Slideshow, für welche Geschichte Nachtwey der Welt eigentlich die Augen öffen will:


xdrtb.org

„Szenen aus einer Zwangsehe“

16.7.2008 · · Kommentar?

Reporter-Forum Der eine kann nicht ohne den anderen: Schreiber und Fotograf arbeiten im Journalismus täglich zusammen – und kommen sich dabei nicht selten in die Quere und machen sich das Leben gegenseitig schwer. Im Podcast des „Reporter Forum“ erzählen „Spiegel“-Reporter Alexander Smoltczyk und „Ostkreuz“-Fotograf Maurice Weiss, wie sie es trotzdem miteinander aushalten. (more…)

Gefühltes Texas

8.7.2008 · · Kommentar?

Peter Granser ist einmal quer durch Texas gefahren und hat für seinen neuen Bildband „Signs“ Schilder, Flaggen und Kreuze fotografiert. Entstanden ist ein einfühlsames Porträt des amerikanischen Patriotismus.

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Der Bürgermeister und die Kameras

2.7.2008 · · 2 Kommentare

© Andreas Herzau

 
Im Hamburger Wahlkampf 2008 gab es zwei Arten von Fotos: die von Andreas Herzau und alle anderen. Herzau porträtierte im Auftrag einer Werbeagentur Ole von Beust, den Spitzenkandidaten der CDU. Dabei entschied er sich für eine reportagige Bildsprache in Schwarz-Weiß, aufgenommen auf Kleinbildfilm. Als die Stadt dann vor Wahlkampfplakaten fast überquoll, setzten sich Herzaus Bilder mit Unschärfen, Anschnitten und betont ruhigen Momenten ab von den Standardporträts der anderen Parteien.

Durch die Arbeit kam Herzau ins Grübeln: „Ich habe viel Zeit mit dem Menschen Ole von Beust verbracht und mich irgendwann gefragt, wie sich das wohl anfühlt, wenn man ständig beobachtet und fotografiert wird“, sagt der Fotograf aus Hamburg. So beschloss er, den CDU-Kandidaten zu interviewen und aus seinen Bildern ein Foto-Essay zu machen. „So erhalten die Fotos eine zusätzliche Informationsebene“, sagt Herzau. „Ich wollte eben mehr bieten als nur die Bilder, die eh schon alle von den Plakaten kannten.“

Weitere Foto-Essays von Andreas Herzau gibt’s auf herzauonscreen.com.

Thomas Höpker überrascht mit neuen Bildern

24.6.2008 · · Kommentar?

Neue Fotos, extra für Oberhausen: Für die Ausstellung in der Ludwig Galerie Oberhausen hat der weltbekannte deutsche Fotograf Thomas Höpker seine Retrospektive aktualisiert. Parallel zeigt Thomas Wolf gewandelte Industrie-Metropolen im Panoramaformat.

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