World Press Photo: Die besten Interviews 2009

Bilder, die mit einem World Press Photo Award ausgezeichnet wurden, sind oft beeindruckend, bewegend, manchmal verstörend. Doch was steckt hinter diesen Fotos? Was sind ihre Geschichten, wie sind sie entstanden und was für Menschen standen hinter der Kamera? Diese Fragen beantworten die Fotografen 2009 in 23 Video-Interviews – Flare stellt die drei Filme vor, die man auf keinen Fall verpassen sollte.
Die besten Video-Interviews der World Press Photo Awards 2009 und warum du sie so sehenswert sind:
3. Jonathan Torgovnik (3rd prize arts and entertainment) über seine Reportage über ein kleines Theater in New York und den Mann, der es seit 60 Jahren mit viel Liebe und Leidenschaft leitet – weil Torgovnik zeigt, dass tolle Themen oft nur ein paar Straßen entfernt liegen, und dass man sich für eine gute Geschichte manchmal von früh morgens bis spät in die Nacht Zeit nehmen muss.
2. Wojciech Grzedzinski (3rd prize spot news) über seinen ersten Fotoeinsatz im Krieg (in Georgien) – weil Grzedzinski hinterfragt, ob es die Arbeit wirklich wert ist, in eine Kriegsregion zu reisen (”Mein Rat an junge Fotografen, die in den Krieg gehen wollen: Geht nicht!”) – und klar macht, dass es trotzdem gute Gründe gibt, genau das zu tun.
1. Callie Shell (1st prize people in the news) über ihre zehnmonatige Reportage über den Präsidentschafswahlkämpfer Barack Obama – weil Shell einfach eine gute Geschichte erzählt, über einen Präsidenten in spe, der ungefragt vor der Kamera Klimmzüge macht, Löcher in seine Schuhe läuft und von einem 7-Jährigen Jungen zu einem ganz normaler Mensch erklärt wird.
Der einzige kleine Wermutstropfen: Die Interviews haben meiner Meinung nach nicht ganz die Klasse der Vorjahre erreicht und halten bis auf die Obama-Geschichte nicht mit den besten fünf Videos aus den Jahren 2007 und 2008 mit.
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