Siegerbilder: Das sind die World Press Photos des Jahres 2008
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Image10Image11Image12Image13Image14 Brenda Ann Kenneally, USA, for The New York Times Magazine. 2nd prize Daily Life Stories. Troy, New York" rel="lightbox[Wpp]">Image15
Polizeieinsatz in Zeiten der Wirtschaftskrise: Das Schwarz-Weiß-Bild eines bewaffneten Polizisten, der ein zwangsgeräumtes Haus in den USA durchsucht, ist „World Press Photo of the Year”. Insgesamt zeichnete die Jury Pressefotos in zehn Kategorien aus – Flare zeigt eine Auswahl der besten Bilder.
Das Pressefoto des Jahres hat der US-Fotograf Anthony Suau geschossen. Sein Schwarz-Weiß-Bild zeigt einen Polizisten, der mit vorgehaltener Pistole durch ein zwangsgeräumtes und verwüstetes Haus in Cleveland geht – die Besitzer hatten ihre Hypothek nicht mehr zahlen können. Der Officer muss nun sicherstellen, dass die ehemaligen Bewohner ihr Haus wirklich verlassen haben und sich keine Waffen im Gebäude befinden.
„Die Stärke des Bildes liegt in seinen Gegensätzen. Es sieht aus wie ein klassisches Konfliktfoto, aber eigentlich zeigt es einfach die Räumung eines Hauses nach der Zwangsvollstreckung“, sagt die World-Press-Photo-Jury-Vorsitzende MaryAnne Golon. „Jetzt kommt der Krieg in seinem klassischen Sinn zu den Menschen nach Hause, weil sie ihre Hypothken nicht mehr bezahlen können.“ Auch Jury-Mitglied Akinbode Akinbiyi lobt Suaus Foto zur US-Hypotheken- und weltweiten Finanzkrise: „Man muss tief hineingehen, um es zu verstehen. Dann aber werden Leute auf der ganzen Welt denken: ‚Das ist es, was gerade mit uns allen passiert.’“
Insgesamt vergab die Jury des World Press Photo in zehn Kategorien Preise an 64 Fotografen aus 27 Ländern. Die Ausstellung mit den ausgezeichneten World-Press-Bildern beginnt am 4. Mai in Amsterdam und wird ab Ende Juni dann um die Welt reisen und in etwa 50 Ländern zu sehen sein.
Im vergangenen Jahr hatte der Brite Tim Hetherington den World Press Photo Wettbewerb gewonnen und im Interview mit Flare erklärt, warum ihm Fotografie an sich aber eigentlich egal ist. Die besten Videointerviews mit den Preisträgern der letzten beiden Jahre gibt’s hier.

