Ausstellung: Rakete in Oberhausen
Eine altertümliche Kamera und eine 1/8 Sekunde Belichtungszeit – das ist das Geheimnis von Jim Raketes Promi-Portraits. Unter dem Titel „Vertraute Fremde“ zeigt der bekannte Berliner Fotograf nun in Oberhausen mehr als hundert seiner Bilder.
Eine Achtelsekunde Belichtung erscheint heute wie ein halbe Ewigkeit für ein Portraitfoto. Jim Rakete nimmt sich genau diese Zeit. „Die Achtelsekunde scheint mir wie der Wimpernschlag der klassischen Fotografie zu sein“, sagte der Fotograf aus Berlin. Seine Promi-Portraits fotografiert Rakete auf alte Art und Weise – mit einer Plattenkamera.
Etwa 130 seiner Fotografien von Prominenten sind jetzt in der Ausstellung „1/8 sec. – Vertraute Fremde“ in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen zu sehen. Darunter Portraits von Jürgen Vogel, Nena, Wir sind Helden, Helmut Schmidt und dem mittlerweile verstorbenen Künstler Jörg Immendorff. Rakete selbst vergleicht die Ausstellung mit einem „Schnelldurchlauf zu den prägenden Personen aus den Lebensbereichen Musik, Film, Politik, Sport und Kunst mit einer sehr langsamen Kamera“.
Ergänzt werden die Bilder durch einen Film über den Fotografen Jim Rakete und eine nachgestellte Studiosituation mit Plattenkamera, die einen Eindruck von seiner Arbeitsweise und Fotografie vermitteln soll.
„1/8 sec. – Vertraute Fremde“
Ludwig Galerie Schloss Oberhausen
18. Januar bis 10. Mai 2009
Di. bis So. 11-18 Uhr, Mo. geschlossen
Eintritt: 6,50 Euro, erm. 3,50 Euro
Gespräch und Signierstunde mit Jim Rakete:
Freitag, 27. März 2009, 19 Uhr
Freitag, 1. Mai 2009, 15 Uhr

Könnte nicht wenigstens ein Fachmagazin von Planfilmkameras sprechen?
Grrr.
Hi Ede,
danke für den Tipp. Aber was ist denn an dem Begriff Plattenkamera falsch bzw. undifferenziert? Erklär mal bitte den Unterschied.
Hallo Timo,
ich bezweifle ganz einfach, daß Rakete oder sonstwer in den letzten Jahrzehnten eine Glasplatte mit lichtempfindlicher Emulsion versehen hat – von einzelnen Experimentatoren mal abgesehen.
Aber wikipedia hat auch resigniert:
“Im Sprachgebrauch wurden diese Planfilmkameras immer noch Plattenkameras genannt.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Plattenkamera
Nischt für unjut, wa!
So gesehen hast du wohl recht, Ede.
Aber so es sind doch noch die gleichen Kameras, bloß dass in ihnen jetzt Planfilm statt Glasscheibe benutzt wird, oder?
Wenn das so richtig ist, könnten wir uns ja auf “Plattenkamera im Planfilmeinsatz” einigen : )
Spreizbalgenlaufbodenkamera : )