Ausstellung: Tête à tête mit Henri Cartier-Bresson
Ob Marilyn Monroe, Pablo Picasso oder der Dalai Lama – Henri Cartier-Bresson hat sie alle porträtiert. Doch der Franzose, der als Ikone der Straßenfotografie gilt, wollte sein Gegenüber nie inszenieren. Stets war er auf der Suche nach dem perfekten ungestellten Augenblick. Etwa hundert seiner Porträts sind nun in der Ausstellung „Tête à tête“ in Münster zu sehen.
Henri Cartier-Bresson (1908 – 2004) ist berühmt für seine außergewöhnlichen Straßenaufnahmen: Motive des Alltags, scheinbar banale Beobachtungen, im richtigen Moment auf den Punkt gebracht. Das Motto des Fotografen: „Es gibt nichts auf der Welt, das nicht einen entscheidenden Augenblick hätte.“ Und das beherzigte er ebenso bei seinen Porträts. Wem Cartier-Bresson auch gegenüberstand – Truman Capote, Marilyn Monroe, Robert Kennedy, Pablo Picasso, dem Dalai Lama oder Jean-Paul Sartre – immer hat er auf den einen Moment gewartet. Den Moment, der einen Einblick in den Porträtierten gibt, wie es eine Inszenierung kaum kann.
In diesem Jahr wäre Henri Cartier-Bresson, Mitbegründer der Fotoagentur Magnum, 100 Jahre alt geworden. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster in der Ausstellung „Tête à tête“ einen Überblick über seine Porträtarbeiten. Die Werkauswahl nahm Cartier-Bresson zu Lebzeiten noch selbst vor.
Die Ausstellung ist bis zum 20. Juli zu sehen. Passend dazu gibt es den Katalog “Henri Cartier-Bresson. Der Klang der Seele – Portraits“ für knapp 40 Euro zu kaufen. Außerdem zeigt das Cinema Filmtheater den Film „Henri Cartier-Bresson“ am 8., 15., 22. und 28. Juni.
Graphikmuseum Pablo Picasso Münster
Königsstraße 5
48143 Münster
Öffnungszeiten:
Di. – Fr: 11 – 18 Uhr
Sa., So. und an Feiertagen: 10 – 18 Uhr
Mo: geschlossen

Hey super, danke für den Tip!
Werde ich mir nächstes Wochenende auf jeden Fall ansehen.
So, hab’ die Ausstellung gesehen und fand sie natürlich sehr gut, was aber keine Überraschung war. Allerdings sagt mir Doisneaus Blick mehr zu; er sieht die Welt eher witzig, ironisch, wogegen Cartier-Bressons Sichtweise ernster ist. Aber was soll´s, das ist Kritik auf sehr hohem Niveau…