Texte auf Flare

Zehn Tipps gegen den eigenen Ausrüstungsfetisch

6.3.2012 · · Kommentar?

Nikon D800E

Eine Versuchung? Die neue Nikon D800E

Bist du heiß drauf, immer alles über die neusten Kameras zu wissen? Stehst du drauf, die Leistungsmerkmale von Objektiven zu verleichen? Und überlegst du andauernd, wie du einen neuen Body oder eine neue Linse finanzieren kannst?

Eric Kim geht es so, er kennt die Versuchung, ständig neue Fotoausrüstung kaufen zu wollen. Um ihr nicht völlig zu erliegen, hat er für sich und die Leser seines Street Photography Blogs zehn Tipps aufgeschrieben. Sie sollen Fotografen helfen, nicht zu reinen Kamera-Technik-Konsum-Nerds zu degenerieren und sich auf wichtigere Dinge in der Fotografie zu konzentrieren:

1. Erkenne, dass du schwach bist. Das wird dir helfen, Abstand zu gewinnen und der Versuchung zu widerstehen.

2. Schaffe dir physische Beschränkungen, damit du keinen Kram kaufst, den du nicht brauchst. Hilfreich ist zum Beispiel ein Partner, der dir bei deinen Ausgaben auf die Finger schaut und dir im Zweifelsfall den Kopf wäscht.

3. Häng nicht mit Fotoausrüstungsfreaks rum.

4. Beschränke dich auf eine Kamera und ein Objektiv.

5. Überlege dir, was du dir alternativ zur Ausrüstung für das Geld leisten könntest – zum Beispiel Reisen oder Fotobücher – und ob das nicht die bessere Investition wäre.

6. Kauf dir eine analoge Kamera. Davon gibt es nicht ständig neue Modelle und Weiterentwicklungen.

7. Verbringe deine Zeit nicht in Foren, in denen es um Fotoausrüstung geht.

8. Erkenne, dass Schärfe und Bokeh überbewertet sind.

9. Mach dir bewusst, dass du nie zufrieden sein wirst, mit dem, was du hast. Es gibt immer etwas noch besseres und neueres oder etwas, das du zusätzlich haben willst. Wenn du mit deiner Ausrüstung zu 80 Prozent glücklich bist, bleib dabei.

10. Mach dir klar, dass ein Großteil des Ausrüstungsfetischs nur Angeberei ist.

Erics ausführliche Original-Version dieser zehn Tipps findet ihr hier in Englisch. Dabei fällt auf: Obwohl Eric vom ständigen Kamera-Konsum abrät, ist sein Artikel auch eine große Leica-Lobeshymne und -Werbung – der Markenname kommt 28 Mal im Text vor. Vielleicht als erster Test für den Leser, der der Versuchung widerstehen soll …

Once: Foto-Magazin fürs iPad

22.2.2012 · · 1 Kommentar

© Noah Friedman-Rudovsky, Once Magazine

© Noah Friedman-Rudovsky, Once Magazine

Seit dem 15. Februar ist die fünfte Ausgabe des Once Magazines für 2,99 Dollar in Apples iTunes erhältlich. Es erscheint monatlich als Publikation für Fotojournalismus auf dem iPad.

Das Magazin soll Fotojournalisten eine neue Finanzierungsmöglichkeit bieten: 50 Prozent der Einnahmen – nachdem Apple seine 30 Prozent abgezogen hat, wie Tech Crunch anmerkt – gehen an die präsentierten Fotografen. Seit dem Start im vergangenen Jahr haben nach Once-Angaben schon mehr als 100.000 Leute eine Ausgabe des Magazins heruntergeladen.

In Ausgabe fünf sind unter anderem Geschichten über eine Mennoniten-Kolonie in Bolivien und chinesische Industrie in Afrika zu sehen. Mehr Infos zum Once Magazine allgemein gibt es auch bei Wired und MSNBC.

Greif-Verlosung: Das sind die Sieger

14.2.2012 · · Kommentar?

Der Greif # 5

Die Gewinner unserer Verlosung stehen fest: Über je ein Exemplar der aktuellen Ausgabe des Fotografie- und Literatur-Magazins Der Greif dürfen sich Marvin Radke, Lisa Frischemeier und Christoph Heinlein freuen. Herzlichen Glückwunsch.

Ermittelt haben wir die Sieger per Zufallsgenerator. Wer leer ausgegangen ist, kann das Heft aber im Greif-Online-Shop bestellen.

Für die Teilnahme hatten wir euch nach euren Lieblingsbildbänden gefragt. Dabei stellte sich heraus, dass einer besonders bebliebt ist: Während “Martin Parr” von Martin Parr zweimal und alle anderen Bildbände nur einmal genannt wurden, gaben gleich drei Leute “Story/No Story” von Tobias Zielony als ihren Favoriten an.

Emerge präsentiert Bildband

12.2.2012 · · Kommentar?

Die Kollegen von emerge-mag.com wagen sich erstmals in den Printbereich vor: In ihrem Bildband emerge 011 zeigen sie “eine Auswahl der besten jungen journalistischen und dokumentarischen Foto-Arbeiten aus Deutschland”. Unter den 26 präsentierten Fotografinnen und Fotografen finden sich auch Lene Münch, Hannes Jung, Florian Manz und Andy Spyra aus unserer Top Ten unter 30.

Verlosung: Der Greif Nr. 5 zu gewinnen

10.2.2012 · · 2 Kommentare

Der Greif #5 Das Fotografie- und Literatur-Magazin Der Greif liegt zurzeit in der fünften Ausgabe in den Läden. Auf 100 Seiten sind die Arbeiten von 105 Fotografen und 22 Autoren zu bewundern.

Bei uns habt ihr nun die Möglichkeit, eines der Hefte zu gewinnen – in Zusammenarbeit mit dem Greif-Team verlosen wir drei Exemplare.

Um mitzumachen, postet bis Montag, 13. Februar, 18 Uhr den Namen eures Lieblingsbildbandes (bitte nur einen) unter diesen Beitrag. Unter allen Teilnehmern losen wir dann die Gewinner aus.

Einen Blick in die aktuelle Greif-Ausgabe könnt ihr im Video unten werfen. Außerdem gibt es ein Making of zu sehen.

Spanier siegt beim World Press Photo Award

10.2.2012 · · Kommentar?

Das World Press Photo of the Year hat der Spanier Samuel Aranda geschossen. Es zeigt eine Frau im Jemen, die einen verwundeten Verwandten in den Armen hält. Dieses Siegerbild und alle weiteren ausgezeichneten Fotos seht ihr auf der Website von World Press Photo.

Talents 2012: Die Sieger stehen fest

25.1.2012 · · Kommentar?

Die Gewinner der Ausstellungsreihe Talents stehen fest: “Willem Popelier, Luise Schröder, Daniel Seiffert und Florian van Roekel werden in diesem Jahr ihre Fotografien in einer Einzelausstellung bei C/O Berlin und einem Katalog der Öffentlichkeit präsentieren”, teilt die ausrichtende Galerie C/O Berlin mit.

Talents bietet jedes Jahr vier jungen Fotografen die Möglichkeit, ihre Arbeiten bei C/O Berlin auszustellen, und bringt sie mit schreibenden Kunstkritikern zusammen. Bilder und Texte erscheinen in einer Publikation zur Ausstellung.

Thema in diesem Jahr ist “Cinematic Thinking”. Was dahinter steckt? “Filmische Produktionsabläufe, Experimentieren mit narrativen Strukturen sowie Zitieren filmischer Ästhetiken und Mythen”, schreibt C/O Berlin.

Hochzeitsfotografie: Bildpoeten gehen online

24.1.2012 · · Kommentar?

© Bildpoeten | Screenshot

© Bildpoeten | Screenshot

Auf einer neuen Website präsentieren sich gemeinsam 21 Hochzeitsfotografen unter dem Namen Bildpoeten. Mit dabei sind Paul und Paula, die wir hier schon vorgestellt haben. Die Arbeiten sind wirklich beeindruckend: erfrischend andere Bilder im Einheitsbrei der Hochzeitsfotografie. Ich würde die Bildpoeten engagieren.

Fragt sich nur, warum sie beim Eigenlob nicht etwas kürzer treten: Wer sich selbst “überragende fachliche Kompetenz” zuschreibt und seiner Fotografie “kreative und künstlerische Vollendung”, wirkt auf mich nicht nur überheblich und wenig sympathisch. Er lässt sich auch keinen Raum, besser zu werden.

Dabei haben die Bildpoeten solch übergroßen Worte gar nicht nötig – ihre Fotos sprechen für sich.