News auf Flare
James Nachtwey verlässt VII
Der Fotograf James Nachtwey hat die Agentur VII verlassen, die er 2001 mitgegründet hatte. Das berichten das British Journal of Photography und der Fotoblog PDN Puls.
Nachtwey bestätigte seinen Rückzug im Gespräch mit PDN. Er sagte, er habe die Entscheidung den anderen Mitgliedern der Agentur bereits im vergangenen November mitgeteilt. Ein Grund für sein Ausscheiden wurde zunächst nicht genannt.
Nachtwey ist unter anderem durch eine Vielzahl von Auszeichnungen sowie den Film “War Photographer” bekannt geworden .
World Press Photo: Neue Website und Jobangebot
World Press Photo sucht einen Project Manager Online. Wer sich für den Job in Amsterdam interessiert, kann sich bis zum 21. August bewerben. Mehr Infos zum Stellenangebot gibt es auf der neu designten Website von World Press Photo – und die ist auch für alle anderen einen Blick wert. Der Internetauftritt kommt seit dem Relaunch Ende Juli aufgeräumter, mit mehr Weißraum und grösseren Bildern daher.
Explosion in Oslo: Twitpic-Foto-Auswahl
Eine schwere Explosion hat das Zentrum der norwegischen Hauptstadt Oslo erschüttert. Mehr Infos gibt es zum Beispiel bei Spiegel Online oder BBC News. Ich habe ein paar erste Bilder von Twitpic zusammengestellt und werde weitere hinzufügen, sobald welche auftauchen: [Update: Ich belasse es erst einmal bei diesen sechs Bildern. Denn es tauchen gerade keine wirklich neuen Motive auf oder nur Fotos, die anderswo geklaut sind.]
“Seagull stole my video camera”
(via @Hannes Jung)
Grimme Online Awards: Kwerfeldein und emerge gehen leer aus
Unter die Nominierten der Grimme Online Awards hatten es in diesem Jahr auch zwei Fotowebseiten geschafft. Heute wurden nun die Preisträger bekannt gegeben. Doch emerge und Kwerfeldein finden sich leider nicht unter den Gewinnern.
Die Sieger heissen: DRadio Wissen und law blog (Kategorie Information), Neusprechblog und Prison Valley (Wissen und Bildung), Reisedepesche und wortwuselwelt (Kultur und Unterhaltung), GuttenPlag Wiki und Verräterisches Handy (Spezial) sowie GameOne.de (Publikumspreis).
Prison Valley – eine interaktive Produkion über die Gefängnisindustrie in der US-Kleinstadt Cañon City – war Anfang Mai bereits beim Multimedia Contest von World Press Photo ausgezeichnet worden.
Beim Grimme-Institut scheint man sich derweil selber nicht sicher zu sein, wie viele Nominierte es aus wie vielen Vorschlägen gab. Während Anfang Mai noch von 25 aus fast 2100 die Rede war, liest man jetzt von 26 aus fast 1100.
Von Konrad A. bis Jackie O. – Ausstellung in Berlin
Das Willy-Brandt-Haus in Berlin zeigt bis zum 31. Juli die Ausstellung “Max Scheler: Von Konrad A. bis Jackie O.” Zu sehen sind mehr als 140 Bilder, die der Fotojournalist in den USA, Deutschland und China geschossen hat.
“Komisch und skurril, dann wieder ernst und dramatisch, mal dokumentierend und mal kommentierend, zeigen Schelers vielschichtige Bilder historische Ereignisse und Persönlichkeiten”, heißt es in der Pressemitteilung des Willy-Brandt-Hauses, “aber auch alltägliche Momente der Welt, in der wir leben.”
Max Scheler (1928 – 2003) war Junior-Mitglied der Fotoagentur Magnum und arbeitete unter anderem für die Münchner Illustrierte, den Stern, Look und Life.
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr,
Willy-Brandt-Haus, Stresemannstr. 28, 10963 Berlin
Eintritt frei, Ausweis erforderlich
Lead Awards: Interessiert das jemanden?
Am Mittwochabend sind in den Hamburger Deichtorhallen die Lead Awards verliehen worden. Über den Wettbewerb haben wir in den vergangenen Jahren immer berichtet – diesmal haben wir es verpennt. Deshalb habe ich soeben versucht, euch zumindest einen Link heraussuchen, der in einer qualitativ ansprechenden Bildstrecke die jeweils ersten Drei der fünf Fotokategorien zeigt. Ohne Erfolg.
Meine missglückte Suche kann in meinen Augen drei Gründe haben:
1. Ich bin zu müde und verpeilt, um etwas zu finden – dann schickt mir bitte einen Link.
2. Es interessiert niemanden.
3. Es interessiert schon jemanden, aber es ist zu aufwändig, die Bilder zu bekommen. Denn zumindest in den vergangenen Jahren musste man Kontakt zu einer externen PR-Agentur aufnehmen, die einem dann in mehreren E-Mails eine Auswahl an Fotos geschickt hat. Ich weiß nicht, ob es in diesem Jahr wieder so ist. Auf jeden Fall findet sich nach wie vor kein Presse- oder Download-Bereich auf der minimalistischen Website der Lead Awards. Auch die anderen Infokanäle der selbsternannten “führenden Print- und Online-Auszeichnung” Deutschlands begeistern wenig: Der Twitter-Account lag sogar am Abend der Preisverleihung regungslos darnieder. Und die Videos im Youtube-Kanal stammen allesamt aus dem Jahre 2008.
(Aktualisierung: Ich habe im Pressebereich der Deichtorhallen soeben zehn Fotos zum Download gefunden – daher stammt auch das Bild oben. Ein Hinweis darauf war auf der Lead-Awards-Website jedoch nicht zu finden. Auch in den vergangenen Jahren war es möglich, bei den Deichtorhallen Fotos zu bekommen – allerdings standen nie alle zur Auswahl. Die Deichtorhallen zeigen zurzeit die Ausstellung zu den Lead Awards. Auch das könnte ein Grund sein, warum man an anderer Stelle so mit den Bildern geizt. Die Foto-Pressearbeit der Lead Awards macht das in meinen Augen aber nicht viel besser. Besonders, wenn man Spekulationen bedenkt, dass die Awards Hamburg vielleicht verlassen werden und damit wohl auch die Deichtorhallen.)
Meine Frage an euch: Interessieren euch die Bilder? Sollen wir sie hier bei Flare noch zeigen? Oder geht euch der Wettbewerb sonstwo vorbei und wir können in den kommenden Jahren ganz darauf verzichten? Schreibt uns eure Meinung bei Facebook.
Das sind die Sieger in den Fotokategorien (gefunden auf der Website der Lead Awards):
Fotografie des Jahres
Gold: Joel van Houdt, Eine fast normale Reise / Marokkanische Flüchtlinge bei der Landung in Italien, Stern Nr. 53
Silber: Asim Tanveer, Tsunami in Zeitlupe / Die Flutkatastrophe in Pakistan, SZ-Jahresrückblick
Bronze: Ilia Yefimovich, Auf Crash-Kurs / Zusammenstoß zwischen palästinensischen Steinewerfern und israelischen Autofahrern in Ostjerusalem, Stern Nr. 42
Reportagefotografie
Gold: Tim Hetherington, Unter Kriegern / Der Alltag der US-Soldaten an der Front in Afghanistan, Stern Nr. 45
Silber: Craig F. Walker, Ian Fisher zieht in den Krieg / Der Weg eines US-Rekruten von der Musterung bis zum Kampfeinsatz im Irak, Zeit Magazin Nr. 25
Bronze: Mike Brodie, Frei Bahn / Das Leben der Hobos, die auf Güterzügen durch die USA ziehen, Dummy Nr. 28
Porträtfotografie
Gold: Jonas Unger, Mon Dieu, Depardieu / Portrait des französischen Schauspielers Gérard Depardieu, Zeit Magazin Nr. 41
Silber: A Yin, In einem Land fern unserer Zeit / Portraitserie von Nomaden in der Mongolei, Geo Nr. 03
Bronze: Pouran Esrafily, Grande Maman / Portrait der französischen Künstlerin Louise Bourgeois. Monopol Nr. 03
Mood- und Modefotografie
Gold: Danko Steiner, I just want to watch, 032c Nr. 20
Silber: Daniel Josefsohn, Eyesland, Leica Fotografie International Nr. 11 und I Like My Style Nr. 04
Bronze: Jork Weismann, Phenomenon, Achtung Nr. 15
Heji Shin, The Black Object, 032c Nr. 20
Architektur- und Still-Life-Fotografie
Gold: Die Fotografien der Polizeiwache Amsterdam Amstel, Aus dem Apparat / Tatortfotos der Amsterdamer Polizei, Dummy Nr. 27
Silber: Benjamin Lowy, Ölbilder / Das Meer nach der Bohrinselkatastrophe im Golf von Mexiko, Zeit Magazin Nr. 31
Bronze: Peter Langer, Stil / Wöchentliche Fotokolumne über Accessoires und Alltagsgegenstände, Zeit Magazin Nr. 1-52
Wettbewerb
Deutschlands beste junge Fotografen — aus 150 Kandidaten ausgewählt.Zufälliger Beitrag
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