Alle Flare-Galerie auf Flare

Jewgeni Roppel: Transsicht NYC

Jewgeni Roppel

© Jewgeni Roppel

→ Fotostrecke: 15 Bilder

„Wie ein Dschungel aus Beton ist die Stadt ein Konglomerat aus Menschen, Gebäuden, Straßen, Plätzen, Tag und Nacht. Hier herrscht Bewegung in einem Kontrast aus Einsamkeit, Geselligkeit und Toleranz, in einem Zusammenleben in Glück, Elend und Distanz. In meiner Mehrfachbelichtungsreihe Transsicht versuche ich, elementare Eindrücke im urbanen Raum in einem Bild zu verschmelzen, um die Mannigfaltigkeit und Mehrdeutigkeit einer Stadt zu zeigen. In dieser Serie geht es um die Weltstadt an der Ostküste der Vereinigten Staaten: New York City. Während meines einjährigen Aufenthalts in den USA habe ich in diversen Großstädte fotografiert. Aus den Bildern entsteht zurzeit ein Buchprojekt, das Ende des Jahres fertig sein soll.”

Jewgeni Roppel, Jahrgang 1983, studiert Visuelle Kommunikation an der HAWK in Hildesheim. Seit 2004 ist er Autodidakt in angewandter und freier Fotografie. Mehr auf jr-vues.com

Joscha Bruckert: Lebendig begraben

Joscha Bruckert

© Joscha Bruckert

→ Fotostrecke: 5 Bilder

„Taphephobie ist die Angst, lebendig begraben zu werden. Auf diese Krankheit bin ich auf der Suche nach einem Semesterarbeitsthema gestoßen. Ich habe mich mit der Frage beschäftigt, inwieweit Material und Motiv zusammenhängen können und sollen und wie eine ungewöhnliche Gewichtung von beidem erzeugt werden kann. Darum habe ich nach prominenten Taphephobie-Kranken gesucht und sie portraitiert, indem ich ihre Gesichter mit Erde nachgelegt habe. Die Erde war stets ihre größte Angst und ist inzwischen zu ihrem Grab geworden – in meinen Bildern ist sie damit Thema, Motiv und Material zugleich. Zu sehen sind Edgar Allen Poe, Hans Christian Andersen, Alfred Nobel, Dostoijewski und Gogol.”

Joscha Bruckert, Jahrgang 1987, studiert Fotografie an der FH Dortmund und ist Herausgeber des Fotomagazins Romka. Mehr von ihm gibt es auf joschabruckert.de und bei Flickr.

Jahresrückblick: Das war Flare 2008

rueckblick08.jpg

Autonome auf den Barrikaden, stille Schönheit am Polarkreis und eine Handvoll Superhelden – die Bilder der Flare-Galerie 2008 sind so abwechslungsreich wie beeindruckend. Zum Abschluss des Jahres zeigen wir noch einmal alle Highlights.
Klick einfach auf ein Bild, um zur dazugehörigen Fotostrecke zu gelangen.

Allen Lesern, Kommentatoren, Helfern und besonders allen Fotografen und Fotografinnen, die uns 2008 unterstützt haben, sagen wir ein herzliches Dankeschön. Haltet Flare die Treue, freut euch auf neue fotografische Leckerbissen 2009 und startet gut ins neue Jahr.

Doreen Fräßdorf: Et år i Norge

Doreen Fräßdorf

© Doreen Fräßdorf

→ Fotostrecke: 6 Bilder

„In Norwegen habe ich oberhalb des Polarkreises im Auto übernachtet, Elche auf der Straße gesehen und Rentiere mit der Kamera verfolgt. Ich war am östlichsten Punkt des Landes und im wohl schönsten und abgelegensten Dorf mit weißem Sandstrand. Wie gerne wäre ich dort geblieben. Dort, wo nichts außer Flechten wächst und Möwen fliegen. Die Serie ‘Et år i Norge’ (’Ein Jahr in Norwegen’) ist während meines Auslandssemesters und diverser Reisen durch das Landesinnere Norwegens entstanden.“

Doreen Fräßdorf, Jahrgang 1983, studiert Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Marburg. Mehr auf sickgirl.de

Andreas Fankhauser: Deathwood

Andreas Fankhauser

© Andreas Fankhauser

→ Fotostrecke: 5 Bilder

„Die säuberlich präparierten Überreste eines in Freiheit lebenden Tieres tragen Arvenholz als Halsprothese. Sie schmücken des Weidmanns Wände, zeugen vom Triumph über das Tier. Schönheit und Stärke der Lebenswesen weichen einer beschämenden Nacktheit, das Gefühl des Erhabenen schwindet täglich. Der strahlend weiß gebleichte Schädelknochen beginnt allmählich zu vergilben, Spinnweben und Staub überziehen die Gehörne und das teils vorhandene Fell. Einzig der täglich variierende Schattenwurf erinnert an die glorreichen, von Leben erfüllten Zeiten.

War es das wirklich wert?“

Andreas Fankhauser, 26, mit Vorliebe fürs quadratische Bildformat, schwarz-weiß dominiert. Klassische Streetfotografie, in der ein Hauch von Architektur mitschwingt. Mehr auf sechsmalsechs.com sowie Abandoned (Part 1) und Abandoned (Part 2).

Hannes Jung: Winter Nights

Hannes Jung

© Hannes Jung

→ Fotostrecke: 6 Bilder

“Heimat – das ist für mich eine Kleinstadt in Norddeutschland. Der Winter hier besteht selten aus weißen Tagen, eher ist er neblig, kalt und regnerisch. Die Menschen ziehen sich in ihre Häuser zurück. Der Gegensatz zwischen unwirtlicher, fast trostloser Außenwelt und den hellen Lichtpunkten der Häuser, die Wärme und Leben ausstrahlen, hat mich inspiriert.”

Hannes Jung, 22, studiert Fotografie an der FH Hannover. Mit seiner Serie „Winter Nights“ gehört er zu den Preisträgern des Deutschen Jugendfotopreises 2008. Mehr von ihm gibt’s auf
hannesjung.com

Marie Hochhaus: Little Birdie

Marie Hochhaus

© Marie Hochhaus

→ Fotostrecke: 5 Bilder

„Wir sind so kurz Kind und so lange erwachsen. Die Zeit, in der uns unsere Kleider immer kleiner und unsere Träume immer größer werden, fasziniert mich. Erwachsen spielen und Kind sein, davon handelt diese Serie.“

Marie Hochhaus, 21, fotografiert seit 2005. Sie studiert Visuelle Kommunikation an der HAW Hamburg. Weitere ihrer Fotos gibt es auf mariehochhaus.de

Michael Vesen: Hotel

Michael Vesen

© Michael Vesen

→ Fotostrecke: 4 Bilder

Die Fotos sind Teil eines Gruppenprojektes mit fünf anderen Studenten – sechs Fotografen, sechs Charaktere im Hotel und ein Film der Überwachungskamera. Verbindungsglied war eine Putzfrau, die von jedem der Charaktere etwas Zurückgebliebenes fand.

Michael Vesen, 24, ursprünglich aus Köln. 2002 die Fotografie entdeckt, ab 2006 Studium Photojournalismus an der Swansea Metropolitan University in Wales. Hauptsächlich analog. Mehr auf michaelvesen.de

Andreas Fankhauser: Abandoned (Part 2) – coloured

Andreas Fankhauser

© Andreas Fankhauser

→ Fotostrecke: 9 Bilder

Serie von zwölf Schwarz-Weiß- und neun Farbfotografien, 6×6cm, New York 2007

„Aufgerissener Asphalt, berstende Leitungen, Stacheldraht, bröckelndes Mauerwerk – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten steht vor dem Kollaps. Dringend benötigtes Geld für die Instandsetzung der Infrastruktur fließt stattdessen in die Kriegsmaschinerie der Vereinigten Staaten von Amerika. Stärke und Macht, die die USA nach außen hin demonstrieren, verwandeln sich im Innern in einen Prozess aus Zerfall und Selbstzweifel.
Nichts bleibt für immer.“

Andreas Fankhauser, 26, mit Vorliebe fürs quadratische Bildformat, schwarz-weiß dominiert. Klassische Streetfotografie, in der ein Hauch von Architektur mitschwingt. Mehr auf sechsmalsechs.com und Abandoned (Part 1).

Dennis Halbeck: 1. Mai

Dennis Halbeck

© Dennis Halbeck

→ Fotostrecke: 8 Bilder

„Die Fotoserie entstand am 1. Mai in Nürnberg, wo etwa 3000 Menschen gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD protestierten. Viele der linken Gegendemonstranten versuchten, an einer der zahlreichen Straßensperren den Aufmarsch der Neonazis zu stören, wurden aber von der Polizei zurückgedrängt. Teile der Serie verwende ich für mein Hausarbeitsthema ‚Ordnung’.“

Dennis Halbeck, 21, ist zurzeit Zivildienstleistender und ab Oktober voraussichtlich Student im Fach Kommunikationsdesign. Mehr von ihm auf halbeck.org