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2.7.2008 · · 2 Kommentare

© Andreas Herzau

 
Im Hamburger Wahlkampf 2008 gab es zwei Arten von Fotos: die von Andreas Herzau und alle anderen. Herzau porträtierte im Auftrag einer Werbeagentur Ole von Beust, den Spitzenkandidaten der CDU. Dabei entschied er sich für eine reportagige Bildsprache in Schwarz-Weiß, aufgenommen auf Kleinbildfilm. Als die Stadt dann vor Wahlkampfplakaten fast überquoll, setzten sich Herzaus Bilder mit Unschärfen, Anschnitten und betont ruhigen Momenten ab von den Standardporträts der anderen Parteien.

Durch die Arbeit kam Herzau ins Grübeln: „Ich habe viel Zeit mit dem Menschen Ole von Beust verbracht und mich irgendwann gefragt, wie sich das wohl anfühlt, wenn man ständig beobachtet und fotografiert wird“, sagt der Fotograf aus Hamburg. So beschloss er, den CDU-Kandidaten zu interviewen und aus seinen Bildern ein Foto-Essay zu machen. „So erhalten die Fotos eine zusätzliche Informationsebene“, sagt Herzau. „Ich wollte eben mehr bieten als nur die Bilder, die eh schon alle von den Plakaten kannten.“

Weitere Foto-Essays von Andreas Herzau gibt’s auf herzauonscreen.com.

24.6.2008 · · Kommentar?

Neue Fotos, extra für Oberhausen: Für die Ausstellung in der Ludwig Galerie Oberhausen hat der weltbekannte deutsche Fotograf Thomas Höpker seine Retrospektive aktualisiert. Parallel zeigt Thomas Wolf gewandelte Industrie-Metropolen im Panoramaformat.

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17.6.2008 · · Kommentar?

“Die Fotos sind Teil eines Gruppenprojektes mit fünf anderen Studenten – sechs Fotografen, sechs Charaktere im Hotel und ein Film der Überwachungskamera. Verbindungsglied war eine Putzfrau, die von jedem der mehr…

11.6.2008 · · Kommentar?

© Tim Hetherington, UK, for Vanity Fair: American soldier resting at bunker, Korengal Valley

© Tim Hetherington, UK, for Vanity Fair: American soldier resting at bunker, Korengal Valley

Der britische Fotograf Tim Hetherington gewann mit seinem Bild eines erschöpften US-Soldaten in Afghanistan den World Press Photo Award. Im Interview mit Flare erzählt er von der Arbeit im Krieg, der Nervosität zu Hause – und warum Fotografie eigentlich ganz einfach ist.

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9.6.2008 · · Kommentar?

Retuschierte Covergirls, professionelle Bildaufhübscher und verzweifelte Analogfotografen – die Digitalisierung hat der Fotografie ihre Glaubwürdigkeit geraubt. Oder etwa doch nicht? Das „Zeit Magazin Leben“ regt in seiner aktuellen Ausgabe zum Nachdenken an.

„Wir verlangen von Fotos bis heute absolute Wahrhaftigkeit – und lassen uns hin und wieder doch gerne belügen.“ Henning Sussebach ist selbstkritisch, wenn er über manipulierte Fotos schreibt. Im Aufmachertext des „Zeit Magazin Leben“ sucht der Kisch-Preis-Träger die Grenze zwischen redlicher Bildbearbeitung und Fälschung. Dabei fragt er sich, ob die Digitalisierung tatsächlich Schuld hat an zunehmender Manipulation.

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