Top Ten unter 30: Jenny Schäfer

Ihre Portraits sollen mit der Musik verschmelzen: Wenn Jenny Schäfer eine Band vor der Kamera hat, will sie ein Gesamtwerk aus Bild und Klang schaffen. Im Interview verrät sie, wo ihr noch der Durchblick fehlt, und erzählt, welche Musiker sie gerade besonders gerne ablichten würde.

1985 geboren, studiert Jenny Schäfer in Hamburg Kunst und Sonderpädagogik und arbeitet als freie Fotografin. Auf ihren (Band-)Portraits will sie die Menschen verletzlich, sensibel und stark zugleich zeigen. Die Serie „Based on all the true stories“ hat Jenny auf einem engen, siebenwöchigen Roadtrip entlang der US-Ostküste geschossen. Die Strecke „Festtagsumzug“ besteht nur aus drei Bildern – kein Wunder: der Marsch zum Schützenfest im Dorf Hainrode dauerte nur drei Minuten.

© Jenny Schäfer: Bandportraits, Hundreds

© Jenny Schäfer: Bandportraits, Findus

© Jenny Schäfer: Bandportraits, Polarkreis 18

Welche Band oder welchen Musiker würdest du gerne mal fotografieren und warum?

Jenny: Im Moment würde ich gerne Fever Ray fotografieren. Ihre Musik ist so voll und großartig; das lässt viele Bilder in meinem Kopf entstehen, die ich gern mit ihr ausprobieren würde. Oder die Band Micachu and the Shapes – von einem Shooting mit denen träume ich schon lange. Spannende Persönlichkeiten, die wundervoll wütende, verquere und trotzdem irgendwie liebevolle Musik machen – das würde mich sehr herausfordern und sicher höllisch Spaß machen. Und Musikvideos würde ich auch gern mal ausprobieren.

Welche Fotografen bewunderst du?

Jenny: Anton Corbijn, Vivian Maier, Wolfgang Tilmanns, Mark Morrisroe.

© Jenny Schäfer: Portraits

© Jenny Schäfer: Portraits

© Jenny Schäfer: Portraits

Ein Ziel, das du als Fotografin erreichen möchtest?

Jenny: Ich möchte, dass meine Sicht auf die Dinge mit der Musik der Künstler verschmilzt und Fotografien entstehen, die mit der Musik ein Gesamtbild ergeben. Dazu brauche ich mehr Zeit, Geld und ein Atelier. Das wäre wunderschön.

Deine erste Kamera …

Jenny: Canon Prisma AS 1 – Unterwasserkamera

Womit fotografierst du heute?

Jenny: Pentacon Six, Revueflex, Canon Prisma AS 1

© Jenny Schäfer: Festtagsumzug

© Jenny Schäfer: Festtagsumzug

© Jenny Schäfer: Festtagsumzug

Was ist dir wichtig, wenn du fotografierst?

Jenny: Dass ich etwas begreife, inhaltlich, haptisch, emotional, dass es ein Austausch zwischen mir und dem Objekt geschieht.

Wo musst du dich noch dringend verbessern?

Jenny: Im Schwarz-Weiß-Labor. Und beim Scannen brauche ich auf jeden Fall auch mehr Durchblick im Farbmanagement.

© Jenny Schäfer: Based on all the true stories

© Jenny Schäfer: Based on all the true stories

© Jenny Schäfer: Based on all the true stories

© Jenny Schäfer: Unkown

Das letzte Bild stammt aus einer Serie bisher unveröffentlichter Arbeiten. Sie werden ab Freitag in Hamburg zu sehen sein. Außerdem gibt es mehr Bilder von Jenny hier.

1.3.2011 · Bilder · ·

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