Der Bürgermeister und die Kameras
Im Hamburger Wahlkampf 2008 gab es zwei Arten von Fotos: die von Andreas Herzau und alle anderen. Herzau porträtierte im Auftrag einer Werbeagentur Ole von Beust, den Spitzenkandidaten der CDU. Dabei entschied er sich für eine reportagige Bildsprache in Schwarz-Weiß, aufgenommen auf Kleinbildfilm. Als die Stadt dann vor Wahlkampfplakaten fast überquoll, setzten sich Herzaus Bilder mit Unschärfen, Anschnitten und betont ruhigen Momenten ab von den Standardporträts der anderen Parteien.
Durch die Arbeit kam Herzau ins Grübeln: „Ich habe viel Zeit mit dem Menschen Ole von Beust verbracht und mich irgendwann gefragt, wie sich das wohl anfühlt, wenn man ständig beobachtet und fotografiert wird“, sagt der Fotograf aus Hamburg. So beschloss er, den CDU-Kandidaten zu interviewen und aus seinen Bildern ein Foto-Essay zu machen. „So erhalten die Fotos eine zusätzliche Informationsebene“, sagt Herzau. „Ich wollte eben mehr bieten als nur die Bilder, die eh schon alle von den Plakaten kannten.“
Weitere Foto-Essays von Andreas Herzau gibt’s auf herzauonscreen.com.
Wettbewerb
Deutschlands beste junge Fotografen — aus 150 Kandidaten ausgewählt.Zufälliger Beitrag
Wir mögen












